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VR Bank Westfalen-Lippe eG
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Sehr geehrte Mitglieder, liebe Geschäftspartner und Kunden,

das Jahr 2025 war für die Volksbank Beckum-Lippstadt und die VR Bank Westfalen-Lippe außergewöhnlich. In einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld haben wir unsere Mitglieder und Kunden in sämtlichen Finanzangelegenheiten unterstützt, um ihr Leben komfortabler und sicherer zu machen. Gleichzeitig haben wir die rechtliche und organisatorische Fusion der beiden Institute zur neu-en VR Bank Westfalen-Lippe eG erfolgreich umgesetzt. Unsere 394 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich diesen Aufgaben mit großem Engagement gewidmet und sie hervorragend gemeistert. Dafür sprechen wir ihnen unseren großen Dank aus.

Der unvermindert fortgeführte Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der militärische Konflikt in Vorderasien, die Strafzölle der USA, zunehmender Wettbewerbsdruck, wegbrechende Exportmärkte und nicht zuletzt die wachsenden Zukunftssorgen der Menschen haben im vergangenen Jahr die deutsche Konjunktur belastet. Die Sparquote verharrte auf hohem Niveau. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg um mehr als zehn Prozent auf den höchsten Wert seit 2014.

In diesem Umfeld ist es uns gelungen, uns als regional verwurzelte genossenschaftliche Bank weiter zu stärken. Unser Kundengesamtvolumen - mit unseren eigenen Produkten und denen unserer genossenschaftlichen Verbundpartner - stieg auf über sieben Milliarden Euro. Maßgeblichen Anteil daran haben die Kundeneinlagen (in der nebenstehenden Bilanz als „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ ausgewiesen) und die Kredite an unsere Kunden („Forderungen an Kunden“). Die Kundeneinlagen stiegen um 3,3 Prozent. Die Kredite erhöhten sich um 5,2 Prozent - und übertreffen damit das durchschnittliche Kreditwachstum der Genossenschaftsbanken in Nordrhein-Westfalen um 0,4 Prozentpunkte.

Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Allerdings müssen wir gegenüber den aggregierten Gewinnen unserer beiden Banken aus dem Jahr 2024 einen leichten Gewinnrückgang um 6,6 Prozent auf 7,7 Millionen Euro hinnehmen. Ursache dafür sind einmalige Kosten der Fusion und stille Reserven, die wir gebildet haben, um mögliche Kreditausfälle durch die hohe Insolvenzwelle abzufedern. Der Bilanzgewinn erlaubt es uns dennoch, unsere Mitglieder am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Bank teilhaben zu lassen. Wenn die Vertreterversammlung unserem Vorschlag zustimmt, dann werden wir mit einer Dividende von fünf Prozent insgesamt 2,66 Millionen Euro als Gewinnbeteiligung ausschütten.

Nach der technischen Fusion im November 2025 haben wir damit begonnen, die komplementären Geschäftsmodelle der beiden Fusionsbanken miteinander zu verschmelzen und weiterzuentwickeln. Wir werden künftig Digitalbank und Beraterbank sein. Ganz so, wie unsere Kunden es brauchen und wollen. Dabei kann jeder Kunde individuell entscheiden, welche Mischung aus digitaler Bank und beratender Bank es sein soll.

Deshalb weiten wir unser digitales Angebot für alle Kunden aus. Wir streben an, digital möglichst genauso gut zu sein, wie eine reine Online-Bank, ohne dabei unseren persönlichen Service und unsere individuelle Beratung zu vernachlässigen. Unser Ziel ist es, als VR Bank Westfalen-Lippe die Hausbank für jeden unserer Kunden zu sein. Unsere 20 Filialen bleiben ein zentrales Element unseres Geschäftsmodells. Auch in sie werden wir weiter investieren.

Herzlichst

Stefan Hoffmann Marco Pietsch Jörg Deutschmann

Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung (01.01.2025 bis 31.12.2025)



Der Jahresabschluss 2025 ist in verkürzter Form dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss wird vom Genoverband e.V. geprüft. Der Jahresabschluss und der Lagebericht, in der gesetzlich vorgeschriebenen Form, liegen bis zum Tag der Vertreterversammlung im jeweiligen Vorstandssekretariat der VR Bank Westfalen-Lippe eG zur Einsicht für die Mitglieder aus. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrates werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genoverband e.V., Ludwig-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf



Die Entwicklung der Bank

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2025

Am 23. und 24. Juni vorigen Jahres haben die Vertreterversammlungen der VR Bank Westfalen-Lippe eG und der Volksbank Beckum-Lippstadt eG den Beschluss gefasst, beide Häuser zu fusionieren. Sie beschlossen auch, dass die fusionierte Bank den Namen VR Bank Westfalen-Lippe eG tragen soll. Rechtlich erfolgte die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2025. Dies ist folglich der erste Geschäfts-bericht der aus den beiden Instituten neu hervorgegangenen VR Bank Westfalen-Lippe eG. Sie wird von rund 70.000 Eigentümern getragen, erreicht eine Bilanzsumme von 3,9 Mrd. Euro und beschäftigt in 20 Filialen rund 394 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese waren gefordert, neben dem Tagesgeschäft auch die Fusion vorzubereiten und sie personell, organisatorisch und technisch umzusetzen. Sie haben diese zusätzlichen Aufgaben mit Bravour bewältigt. Dank ihres Einsatzes ist die Fusion störungsfrei und reibungslos verlaufen. Besonders hoch anzurechnen ist ihnen, dass den Kunden alle Leistungen der Bank während des gesamten Fusionsprozesses ohne unerwartete Einschränkungen zur Verfügung standen. Für ihren Einsatz und ihre hervorragende Arbeit sprechen wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dieser Stelle unseren ausdrücklichen Dank aus. Die anspruchsvolle technische Fusion der beiden Institute erfolgte erst im November vergangenen Jahres. Die Prozesse, um die Abläufe und Leistungen der fusionierten Bank zu optimieren und die Geschäftsstrategie bestens auf die Belange und Wünsche der knapp 115.000 Kunden auszurichten, sind noch in vollem Gange. Daher ist es noch zu früh, die gesamte Fusion abschließend zu bewerten und zu würdigen. Aber schon jetzt lässt sich sagen, dass die neue VR Bank Westfalen-Lippe eG auf Kurs ist und die Zusammenführung der beiden Banken planmäßig verläuft. Im Zuge der Fusionsbeschlüsse mit der VR Bank Westfalen-Lippe eG wurden vier Aufsichtsratsmitglieder des Althauses Westfalen-Lippe zugewählt, von denen drei ihre Tätigkeit aufgenommen haben und ihre Expertise in den gemeinsamen Aufsichtsrat einbringen: Herr Wilfried Austermann, Herr Christian Boehnke und Frau Prof. Dr. Anna Feldmann. Die Aufsichtsratsmitglieder Heinz-Josef Demandt und Thomas Schlüter schieden turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat aus und wurden für drei Jahre wiedergewählt. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse (Kredit-, Personal- und Prüfungsausschuss) haben während des abgelaufenen Geschäftsjahres die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Dem Prüfungsausschuss obliegt unter anderem die Überwachung der Abschluss-prüfung, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Nichtprüfungsleistungen. Der Aufsichtsrat verfügt in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachkunde auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen geprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenskonflikten und erfüllt somit die gesetzlichen Anforderungen gem. § 36 Abs. 4 GenG. Der Aufsichtsrat hat sich von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie der ordnungsgemäßen Rechnungslegung überzeugt. In vertrauensvoller und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Vorstand haben wir in gemeinsamen Sitzungen und Ausschusssitzungen alle die Bank betreffenden wichtigen Fragen beraten und die nach der Satzung erforderlichen Beschlüsse herbeigeführt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung gemäß § 57 Abs. 4 GenG mit Vertretern des Genossenschaftsverbandes mit den Prüfungs-ergebnissen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems befasst. Unstimmigkeiten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung traten nicht auf.

Der Aufsichtsrat stimmt daher dem satzungskonformen Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2025 zu und stellt gleichzeitig die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung fest. Wir empfehlen der Vertreterversammlung, den Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses anzunehmen.

Lippstadt im Mai 2026

Christian Boehnke Aufsichtsratsvorsitzender











Verbandszugehörigkeit

Genoverband e.V. Frankfurt am Main

Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken e.V. (BVR) Berlin



Zentralinstitut

DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank Frankfurt am Main



Herausgeber

VR Bank Westfalen-Lippe eG

Kahlenstraße 30-36 59555 Lippstadt Telefon 02941/754-0 info@vrbank-wl.de www.vrbank-wl.de

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